Wenn Rose sich und Erdbeer küssen…

…. und ihre Form dabei einbüßen
kommt heute etwas dabei ‚raus
das ist ein wahrer Festtagsschmaus.

In der vergangenen Woche habe ich Erdbeeren aus der Region gekauft. Im Trubel der Arbeitswoche habe ich es nicht am gleichen Tag geschafft, sie zu vernaschen und so ist gut die Hälfte des Pfundes im Glas gelandet.

Der Plan entstand schon morgens unter der Dusche und auch die Idee, die unwiderstehliche Süße der Erdbeere mal mit dem köstlichen Aroma der Rose zu verbinden. Das erste Ergebnis am Abend wurde ein voller Erfolg: der Inhalt des Glases hat nicht lange gehalten und die neue Sommersorte ward ersonnen.

Was tun, wenn das Glas leer ist? Neue kochen, ganz klar!

Von meiner elegischen Landpartie habe ich gleich mal fünf Pfund vom Obstbauern mitgebracht, denn mittlerweile hatte sich mein Plan dank Mr. Uhura in meiner näheren Umgebung herum gesprochen und erste Vorbestellungen waren eingegangen.

Der Plan lautete, vier Pfund mit konventionellen Zutaten zu verarbeiten und das letzte mal ganz vegan zuzubereiten. Mit der Verwendung von Argatin habe ich neulich schon gute Erfahrungen gemacht.
Also mal ran an die roten Beeren. Alle eint, dass sie erst gewaschen und vom Grün befreit werden. Frisch geduscht bringe ich sie nun in Form. Die Viertel kommen mit Gelierzucker bzw. Kristallzucker in je einen Topf und dürfen dort nun Saft ziehen. Im ersten Fall verwende ich 1:3 Gelierzucker aus dem Ostwestfälischen, für das letzte Pfund verwende ich fein gekörnten Zucker.

Beide Sorten versetze ich noch mit einer Portion Zitronensäure, um Ihnen eine fein säuerliche Note zu verleihen und die Gelierfähigkeit der Masse zu erhöhen. Die Erdbeeren waren schon perfekt gereift und von hoher Eigensüsse, daher habe ich in beiden Fällen den Zuckeranteil noch einmal deutlich reduziert.

Vor dem Kochvorgang habe ich beide Portionen mit einem Pürierstab bearbeitet und die Masse semig gequirlt.

Die besondere Note sollten sie nun noch durch die Zugabe der Rosenessenz erhalten. Das ist mir nur beim letzten Pfund gelungen, denn leider habe ich mich ablenken lassen und die Beigabe in der letzten Minute der Kochzeit vergessen. Und so habe ich jetzt neun Gläser tierisch köstlicher Erdbeermarmelade und vier Gläser veganen Erdbeer-Rosen-Samts.

So wird es ein tierisch leckeres Erdbeervergnügen:

500 g Erdbeeren

166 g Gelierzucker 3:1 (je nach Geschmack auch etwas weniger)

Und je nach Geschmack 1/4 Päckchen Zitronensäure

3 Minuten sprudelnd kochen lassen, heiß in die Gläser, fertig.

So wird es auch ohne Gelatine köstlich:

500 g Erdbeeren

100 g Zucker

aufkochen und dann mit

1 Päckchen Argatine (meines war von Ruf) und

1/4 Päckchen Zitronensäure vermischen.

Nun die Masse 2 Minuten sprudelnd kochen lassen und heiß abfüllen. Eine Minute vor dem Kochzeitende Rosenessenz einträufeln und gut umrühren.

An die Löffel, fertig, loooooos! Ich meinte natürlich guten Appetit!

Nachtrag: Zur Überbrückung der Wartezeit bis zum Himbeerreife geht ein Glas selbstverständlich nach Spanien, ein weiteres sogar nach Australien. Die kleine Marmeladenmanufaktur wird international….

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