Elegische Stadtpartie

Ich wohne in einer Stadt, in der der Legende nach alles mit dem Rad in 15 min. zu erreichen ist. Und was sich außerhalb dieses Radius´ befindet, kann bequem mit Stadtbahn und Bus angesteuert werden.
In der Hauptstadt sind die Entfernungen doch etwa größer. Aus diesem Grund ist unsere elegische Stadtpartie auch nur mit Auto, Bahn, UBahn, Tram und vor allem zu Fuß zu bewältigen gewesen.
Zur Erklärung sei erwähnt, dass meine Gastgeber und ich uns auch eine Menge vorgenommen haben: für den Gastgeber beim Hersteller seiner favourisierten Schokocreme im Fabrikverkauf einfallen, einen ortsansässigen Spirituosenhersteller besuchen und noch vieles mehr.
Aber der Reihe nach:

Station Nr. 1 war ein fußläufiger Mobilfunkbetreiber, denn für mich geht es demnächst nach Marokko. Und da ich ggf. von dort aus auch mal telefonieren oder smsen muss, wollte ich mit einer Auslandsflat vorbereitet sein. Auf der Internetseite bin ich nicht fündig geworden; also hieß es, einen Experten zu befragen. Nach etwa zwanzig Minuten und Konsultation der Hotline vom Laden aus haben wir dann gemeinsam festgestellt, dass es dieses Angebot nicht gibt. Also werde ich immer hübsch nach einem WLAN suchen und mich von dort aus melden.

Station Nr. 2 war dann die Schokocremefabrik. Die Supermarktkette des Vertrauens hat das Produkt aus dem Sortiment genommen und ein Alternativprodukt war nicht zu finden. Also ab zum Hersteller. Die zauberhafte Gastgeberin und ich sind also mutig auf das große Werkstor zugeschritten und haben an der danebenliegenden Personenvereinzelungsanlage [dt. Drehkreuz] beim Pförtner um Einlass gebeten. Leider gab es das Angebot des Direktvertriebs auf Werksgelände nicht mehr, den Hinweis, dass dann wohl die Internetseite nicht mehr ganz aktuell sein, hat er eher halbherzig versprochen weiterzugeben. Also unverrichteter Dinge wieder von dannen gezogen.

Station Nr. 3 und fast am anderen Ende der Stadt liegt die Preussische Spirituosen Manufaktur, die wir schon bei meinem letzten Besuch mal heimsuchen wollten. Die aus der Versuchs- und Lehranstalt für Spiritusfabrikation entstandene und 2009 wieder aufgelegte Manufaktur ist mit nahezu original erhaltener Ausstattung Ort der Entstehung für köstliche und edle Brände und Liköre. Für eine Führung waren wir zu kurzfristig und in nicht ausreichender Besucherzahl. Damit ist klar, dass wir wiederkommen werden. Mit Verstärkung versteht sich.

 

Station Nr. 4 und vorläufiger krönender Abschluss: Café Eliza in Kreuzberg mit Frau Vau. , einem herzigen Cappuccino und einer massiv leckeren Walnusstarte. Diese nette kleine Einkehr kann ich absolut empfehlen. Sehr nette Bedienung, zauberhafte Einrichtung und leckere Tartes, Quiches und Kuchen. Alles handgemacht.

PS: Für gewöhnlich kann ich mir keine Witze merken. Doch dieser ist so einfach, dass auch ich ihn ohne Weiteres wiedergeben kann. Also hier – frisch von der Festplatte und übernommen von den Gastgebern – der neue Witz: „Warum spielen Piraten so gern am Computer? Na, wegen der ENTER Taste.“ Ist ein Knaller, gell? Nun gut, die ersten vier Testpersonen, an denen ich die Wirkung des Erlernten testen wollte, kannten ihn schon, aber hey….

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